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Kähler

Die Familie

Lesen Sie mehr über das alte Familienunternehmen Kähler Design Lesen Sie die Geschichte des Designs von Kähler Die Familiengeschichte von Kähler Design

Im Jahre 2008 übernimmt der Architekt Frantz Longhi das Unternehmen, und damit beginnt ein neuer Abschnitt des Design- und Gastronomie-Brands Kähler. Kähler erhält neues Leben als moderne nordische Keramikwerkstatt, deren keramische Produkte die Herzen vieler Designliebhaber in den nordischen Ländern höher schlagen lässt.

2010 eröffnet Kähler einen Flagshipstore in Aarhus, Kähler and friends, und danach vier Restaurants. Kähler Spisesalon öffnete 2010 im Herzen von Aarhus seine Pforten, auf der gegenüberliegenden Straßenseite wird kurz danach Kählers Coffee and Food Station eröffnet, danach Kähler Villa Dining in einem herrschaftlichen Patrizierhaus im Villenvorort Risskov, und im Sommer 2011 kommt Kähler i Tivoli in Kopenhagen dazu. Im März 2015 wird der erste Kähler Flagshipstore außerhalb Dänemarks eröffnet, in der norwegischen Hauptstadt Oslo.

Herman Joachim Kähler (1808-1884)
Herman J. Kähler kommt aus Norddeutschland und lässt sich 1839 in Næstved nieder. Kurz nach seiner Ankunft 1839 eröffnet er seine Töpferei in der Kindhestegade in Næstved. Das ist der Beginn der Kähler-Geschichte. Herman J. Kähler ist gelernter Töpfer. Wie es die Tradition vorschreibt, stellt er Gebrauchsgegenstände her, wie Milchschalen, Gurkentöpfe, Wöchnerinnentöpfe und Ähnliches. Die größte Anerkennung erreicht er jedoch durch seine Kachelöfen. Herman J. Kähler leitet Kähler von 1839 bis 1872. In diesem Zeitraum wird er Vater von sieben Kindern. Die beiden Söhne, Herman August und Carl Frederik, übernehmen die Firma.

Herman August Kähler (1846-1917)
Als sich der alte Kähler 1872 aus dem Geschäft zurückzieht, übernehmen Herman August Kähler und sein Bruder Carl Frederik Kähler das Unternehmen. Die Brüder teilen die Produktion unter sich auf. Carl Frederik führt die Produktion von Töpferwaren in der Kindhestegade weiter, während Herman August derjenige ist, der die Keramik von Kähler auf die globale Landkarte setzt.

Nach Abschluss seiner Lehrzeit bei seinem Vater lernt Herman August Glasurmalen im Holmegaard Glaswerk. Hier entdeckt er auch, dass die Bearbeitung von Ton nicht ganz ungefährlich ist. Er zieht sich eine ernsthafte Vergiftung zu, als die Glasur einmal zu nahe an seinem Stullenpaket steht. Nach dem Aufenthalt bei Holmegaard geht er auf die Walz, so wie die meisten anderen Handwerker damals. Er reist in Europa herum und arbeitet in Werkstätten in Berlin, Straßburg und Paris.

1867 kehrt er voller Eindrücke und Inspiration nach Næstved zurück. Jetzt ist er bereit, die Werkstatt zu übernehmen. Bereits 1875 baut er eine neue Werkstatt, die heute als Kählersbakken bekannt ist. Hier beginnt er, sich dem künstlerischen Formen auseinanderzusetzen und experimentiert mit Glasuren. Dieser künstlerische Ansatz zieht viele bekannte dänische Künstler an. Herman August Kähler legte den Grundstein für eine Künstlerkolonie in Næstved.

Als Keramiker entwickelte Herman August seinen ganz persönlichen Stil. Seine Formen waren überwiegend schlicht und ohne Töpferrillen. Sein großes Interesse galt Glasuren und Lüsterfarben, die einen glatten Untergrund benötigen, um voll zur Geltung zu kommen. Obwohl er fleißig an der Töpferscheibe arbeitete, verbrachte er den überwiegenden Teil seiner Zeit damit, Modelle für den Bildhauer Karl Hansen Reistrup zu formen. Er sah sich vor allem als Unternehmer und weniger als Künstler.

Die Lüsterfarbe wurde zu seinem Markenzeichen, vor allem die rote Lüsterfarbe. Diese diente bisher nur der Dekoration, aber auf der Weltausstellung in Paris 1889 stellte er eine Vase aus, die vollständig in die metallische rote Glasur eingetaucht geworden war. Die rote Lüsterfarbe und seine Signatur, HAK, wurden zum Markenzeichen Kählers. Herman August Kähler war ein Mann von Welt. Es gelang ihm, Kähler Keramik international zu vermarkten. Er nahm an Ausstellungen in der ganzen Welt teil, was das Interesse von Geschäftsleuten und Museen in Paris, New York, Chicago, Malmø, Stockholm, Brüssel, Berlin und San Francisco weckte, um nur einige zu nennen. Herman August Kähler war von zentraler Bedeutung für die Kähler-Werkstatt. Noch heute ist seine Signatur, HAK, auf dem Boden aller Kähler-Produkte zu sehen.

Herman H.C. Kähler (1876-1940)
1917 übernimmt Herman H.C. Kähler das Unternehmen als Nachfolger seines Vaters Herman August Kähler. Die Zeiten und Geschmack haben sich geändert, und Figuren wie menschenfressende Löwen sowie Vasen und Gefäße in kräftigen Farben werden nicht mehr nachgefragt. Herman H.C. wendet sich erneut den alten Töpfertraditionen zu und beginnt, Gegenstände zu produzieren, die mit Malhörnchen dekoriert wurden, einer alten Maltechnik. Er huldigte dem Jugendstil, interpretierte ihn jedoch sehr persönlich.

Herman H.C. Kähler vermochte es, seine tüchtigen Porzellan- und Keramikmalerinnen zu inspirieren und anzuspornen, so dass sie sich mit denn verschiedenen Dekorationstechniken auseinandersetzten. Unter Herman H.C: Kähler prägte vor allem die Engobedekoration die Produktion. Obwohl er einer der bedeutendsten Former der Kählerfamilie war und seine künstlerischen Visionen die Werkstatt zum einem Zentrum der Engobierung machte, ist das nicht der Eindruck, den seine Nachfolger von ihm hatten.

Daher wird Herman H.C. Kähler nicht als ein besonders markanter Vertreter der Kähler-Familie angesehen, vielleicht weil er nie die Anerkennung erreichte, die seinem Vater Herman August Kähler zu Teil wurde. In dieser Zeit arbeiteten viele bedeutende Künstler in der Werkstatt, die sich weit weniger bescheiden gaben als Herman H.C. Kähler.

Nils Kähler (1906-1979) und Herman Jørgen Kähler (1904-1996)
Nils Kähler übernahm zusammen mit seinem Bruder Herman Jørgen Kähler 1940 die Fabrik. Sie waren die letzte Generation Kähler an der Spitze des Unternehmens. Beide Brüder arbeiteten als Former, aber Nils war verantwortlich für die künstlerische Arbeit und Herman J. für die Verwaltung und alle praktischen Belange.

Nils Kähler wurde "der junge Kähler" genannt. Er und sein Bruder waren von Kindesbeinen an in der Werkstatt zu finden. Hier erhielten sie ihre wesentliche Ausbildung und Prägung.

1931 löste Nils den alten Dreher in der Werkstatt ab. Damit begann seine Leidenschaft für das Drehen voluminöser Vasen. Aus Spaß begann Nils, Sparschweine und andere gedrehte Tiere zu modellieren. Normalerweise war das eine Aufgabe für einen Lehrling, aber die Idee mit den gedrehten Tieren als Sammelobjekte wurde ernst genommen und in Produktion gesetzt. Die Tiere wurden zu den beliebtesten Produkten der Kähler-Geschichte überhaupt. Die gedrehten Tiere gaben Nils Gelegenheit, seiner Vorliebe für Nass-in-Nass dekorierte Engobierungen, mit Malhörnchen dekoriert, und Bleiglasuren zu frönen.

Nils Kähler vermochte es, dem Trend der Zeit nach Design zu folgen, was sich deutlich in der Produktion widerspiegelt. Obwohl er sich für die alte Töpferei begeisterte, prägten schlichtere Formen die Produktion. Er stellte Gebrauchsgegenstände her, beispielsweise Aschenbecher, Vasen, Kannen und Lampenfüße für die Lampen von Le Klint. Diese wurden aus rohem, unglasiertem Steinzeug mit seiner bevorzugten Salzglasur oder einem kräftigen Türkis hergestellt.

Mit der 4. Generation der Kähler-Familie endet 1974 die Geschichte des Unternehmens als Familienbetrieb. Mehr als 130 Jahre lang war Kähler ein Unternehmen, das die bekanntesten Künstler der jeweiligen Zeit unter seine Fittiche nahm.

Lesen Sie mehr über Kählers Künstler hier.