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Die Künstler

Kählers Künstler Kähler kann auf eine lange und einzigartige Zusammenarbeit mit Künstlern zurückblicken Lesen Sie mehr über Künstler und Kähler Design hier

Kähler war schon immer ein Sammelbecken der großen Künstler ihrer Zeit. Diese Tradition wurde weitergeführt, als Architekt Frantz Longhi 2008 Kähler übernahm. Heute kooperiert Kähler unter anderem mit den Künstlerinnen Louise Hindsgavl, Jeanette List Amstrup und Cecilie Manz.

H.A. Brendekilde (1857-1942)
H. A. Brendekilde kam 1885 zu Kähler. Er war der erste künstlerische Mitarbeiter des Unternehmens. Brendekilde war Maler, er malte sozialrealistische Bilder und gehörte zu den führenden Designern des Landes. Er entwarf um diese Zeit Produkte für das Glaswerk in Odense. Brendekilde arbeitete in der Kähler-Werkstatt eng mit Herman August Kähler zusammen. Er dekorierte die von H.A. gedrehten Vasen und Schalen, vorzugsweise mit Blumen, Tieren und Märchenfiguren. Die größte Bedeutung, die H.A. Brendekilde für die Kähler-Werkstatt hatte, liegt vermutlich in der künstlerischen Inspiration und dem Kreis der Künstler, die er mit sich brachte. H.A. Brendekilde ist bis 1907 mit Kähler verbunden.

L.A. Ring (1854-1933)
Laurids Andersen, auch L.A. Ring genannt, wurde nach seinem Geburtsort Ring südlich der Stadt Næstved benannt. Ring gehört zu den Künstlern, die sich Ende des 19. Jahrhunderts um H. A. Brendekilde scharrten. Er war Landschaftmaler und wohnte auch für kurze Zeit bei Brendekilde. Auf diese Weise wurde er Kähler vorgestellt. Ring gelangte zu der Auffassung, dass Keramik als Material interessant sein könnte, aber seine keramische Produktion umfasst höchstens 10 bis 12 Werke und bleibt für Kähler ohne Bedeutung.

Genau wie es bei Brendekilde der Fall ist, liegt die Bedeutung L. A. Rings für die Kähler-Werkstatt in seinen Kontakten zu kulturellen Kreisen. L.A. Ring heiratete die Tochter H.A. Kählers, Sigrid Kähler, und gehört damit zu dem festen Kreis von Künstlern um Kähler. Es malte häufig Szenen aus der Werkstatt und der Familie. Ein Beispiel ist das Gemälde "Lampenlicht", das seine Ehefrau Sigrid und einen Lampenfuß mit Krakenarmen zeigt. Es hieß, dass der Lampenfuß einer seiner Werke war. Das Gemälde befindet sich im dänischen Statens Museum for Kunst in Kopenhagen.

P.S. Krøyer (1851-1909)
Was Skagen für die Malerkunst war, das war Næstved und Kählers Werkstatt für die Keramik. Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts pflegten diese Künstlerkreise Kontakt zueinander. Der anerkannte Maler P. S. Krøyer malte mehrmals Porträts seines Freundes H.A. Kähler an der Töpferscheibe in der Werkstatt in Næstved. Er porträtierte H.A. Kähler ebenfalls, als dieser 1901 Skagen besuchte.

Karl Hansen Reistrup (1863-1929)
Nach seiner Anstellung in der Königlich Porzellanmanufaktur in Kopenhagen suchte der Porzellanmaler Karl Hansen Reistrup neue Herausforderungen und nahm daher gern das Angebot an, bei Kähler zu arbeiten. Er wurde 1888 als Maler und Porzellanmodelleur eingestellt. Schnell bezog er ein Dachzimmer in der Fabrik und begann eine enge und intensive Zusammenarbeit mit Herman August Kähler. Diese Zusammenarbeit blieb bestehen, bis die nächste Generation der Kähler-Familie die Geschäfte übernahm.

Reistrup zeichnete und modellierte Formen, die H. A. Kähler dann drehte. Es wurden von allen Figuren Gipsformen hergestellt, die eine Massenproduktion ermöglichten. Die guten Ergebnisse bei der Entwicklung der roter Lüsterfarbe zeigten sich schnell in den Arbeiten von Reistrup. Einige seiner ersten Vasen mit Tierdekor in dieser Farbe wurden auf der Weltausstellung in Paris 1889 verkauft. Eine davon, die Elefantenvase, steht heute als Lampenfuß im Schlafzimmer der dänischen Königin Margrethe.

Reistrup liebte Tiere und formte einen ganzen Zoo aus Keramik. Auf seinen Schalen und Aschenbechern findet man Katzen, Enten oder Frösche. Seine besondere Vorliebe galt jedoch den Löwen. Dies sieht man an seiner humorvollen Figur "Das Mittagessen des Löwen". Der Löwe ist sichtlich zufrieden damit, gerade einen Menschen verspeist zu haben. Mit der Zeit erhält Reistrup immer häufiger große Ausschmückungsaufträge im ganzen Land, blieb jedoch mit der Kähler-Werkstatt verbunden.

Thorvald Bindesbøll (1846-1908)
Der Architekt Thorvald Bindesbøll war nur für kurze Zeit, von 1890 bis 1891, in der Kähler-Werkstatt tätig. Der Künstler L.A. Ring lockte ihn nach Næstved. Sein Aufenthalt bei Kähler fiel in zwei Abschnitte. Keine seiner Werke aus diese Zeit zählt zu seinen Hauptwerken. Das Beste, was er hinterlässt, ist ein Tonkrug mit Grafitdekor und Engobierung, der heute im Kunstindustriemuseum in Kopenhagen ausgestellt ist. Im Laufe seines zweiten Aufenthalts arbeitete Thorvald Bindesbøll an einem Altar in glasiertem Steinzeug für die Kirche in Herning. Obwohl Thorvald Bindesbølls Aufenthalt in Næstved nur von kurzer Dauer war, bewahrte er noch lange Zeit den Kontakt zu Kähler.

Svend Hammershøi (1873-1948)
Svend Hammershøi war Zeichner, Maler und Keramiker. Er begann 1893 als künstlerischer Former bei Kähler und blieb bis zu seinem Tode im Unternehmen. Bei seinem ersten Besuch bei Kähler war es sein wichtigstes Ziel, das Formen zu lernen, und daher war er oft an der Töpferscheibe zu finden. Als er ab 1904 ausschließlich für Kähler tätig war, überließ er jedoch das Handwerk den Meistern, d. h. dem "Alten Olsen", und Kähler in drei Generationen: Herman August, Herman H.C. und Nils Kähler. Ein typisches Kennzeichen der Gefäße und Schüsseln von Hammershøi sind die markanten horizontalen und vertikalen Profilierungen. Diese ziehen sich wie ein roter Faden durch seine Produktion.

Svend Hammershøi sorgte auch dafür, die Terrakotta, den ohne Glasur gebrannten roten Ton wieder einzuführen, der oft im "Muffelverfahren" gebrannt wurde. Das heißt, dass der Gegenstand im Ofen zusammen mit Sägemehl gebrannt wird. Mit Hilfe dieser Technik entsteht eine angeräucherte Oberfläche. Nach einigen Jahren in der Werkstatt interessierte er sich jedoch zunehmend für sehr große Gefäße und Bodenvasen aus unglasiertem rotem Ton. Dies entsprach auch dem Geschmack des damaligen Meisters, Nils Kähler, der eine Vorliebe für das Drehen großer Objekte hatte. Andere typische Arbeiten von Hammershøi sind in weiß, grau und schwarz gehaltene Arbeiten. Diese entstand in Zusammenarbeit mit Jens Thirslund.

Lesen Sie mehr über die Hammershøi-Serie und Svend Hammershøis Arbeiten für Kähler hier.

Jens Thirslund (1892-1942)
Jens Thirslund kam 1913 auf Empfehlung eines Bekannten zu Kähler. Obwohl er keine künstlerische Ausbildung erhalten hatte, besaß er ein natürliches Zeichentalent, das von seinem großen Interesse für Kunst unterstützt wurde. Jens Thirslund entwarf seine ganz persönlichen Motive, die er auf Gefäße und Kacheln übertrug, aber auch auf Papier, das er gerade zur Hand hatte, manchmal Verpackungspapier. Seine Motive umfassen Blumen, Frauen, aber auch Tiere und Schiffe.

Der größte Teil der Produktion von Jens Thirslund wurde in Kacheln umgesetzt. Diese gemusterten, engobierten Kacheln wurden in großer Zahl hergestellt. Thirslund war wissensdurstig, seine Leidenschaft galt der Keramik. Das brachte ihn dazu, sich intensiv mit dem Lüsterbrand zu beschäftigen. Er verbrachte viele Nachtstunden in Ruß und Dampf, um diese Art von Brand zu erforschen. Auf diese Weise entwickelte er die schwarz-weiße Zinnglasur, die viele der Werke Hammershøis ziert. Jens Thirslund arbeitete nicht zur in der Werkstatt. Er nahm auch an vielen internationalen Ausstellungen teil. Er hatte Separatausstellungen in Amsterdam und New York, stellte aber auch in Paris, der Schweiz, in Spanien, Schweden und Belgien aus.

Jens Thirslund ist eine bedeutende Persönlichkeit in der Geschichte von Kähler. Er schuf nicht nur ein bedeutendes persönliches Werk, sondern wirkte auch als Inspiration und Mentor für viele andere Künstler, unter anderem Hammershøi und Kai Nielsen.

Kai Nielsen (1882-1924)
Der Bildhauer Kai Nielsen besuchte Kähler erstmals 1921, nur drei Jahre vor seinem Tod. In dieser Zeit war er unglaublich produktiv, kassierte jedoch äußerst selbstkritisch viele seiner Werke. Sein Ziel war es, eine breites Publikum anzusprechen. Er zog es vor, seine Werke zu verkaufen und sie in vielen tausend Exemplaren herzustellen, statt sie in einem Museum auszustellen. Zu seinen Arbeiten gehören viele kleine Figuren, Kopien seiner größeren Skulpturen, die er herstellte, um die Kenntnis von seiner Kunst zu verbreiten. Damit erzielte er zudem ein gutes Einkommen.

Zusammen mit Jens Thirslund beginnt Kai Nielsen 1922 eine größere Serie von Figuren. Diese wurden in alten Bronzeformen hergestellt, die früher für den Guss von Bronzeformen verwendet wurden. Genau so erfinderisch wie die Herstellungsmethode sind auch die Namen dieser Figuren: das Faultier, Susanna im Bade, die Prinzessin auf der Erbse, Eva auf dem Apfel, Nina auf der Kugel und der Globetrotter gehören dazu. Die Figuren erfreuen sich schnell großer Beliebtheit, in Dänemark wie auch im Ausland. Ein Händler aus San Francisco nahm die ”Prinzessin auf der Erbse” mit nach Hause und stellte sie in seinem Schaufenster aus. Das führte zu Protesten einer amerikanischen Frauenorganisation, die der Auffassung war, dass die ”Prinzessin auf der Erbse” ihren Unterleib zu weit nach vorn schiebt.

Obwohl es das Ziel von Kai Nielsen war, Kunst für alle Schichten zugänglich zu machen, ist fraglich, ob er aufgrund dieser Werke bekannt wurde. Viele werden ihn vor allem aufgrund seiner größeren Skulpturen kennen, wie die "Wassermutter", die im Wintergarten des Museums Glyptoteket in Kopenhagen zu sehen ist.

Lesen Sie mehr überdie Porzellan- und Keramikmalerinnen von Kähler hier.