PORZELLAN- UND KERAMIKMALERINNEN

In der alten Kähler-Werkstatt arbeiteten im 19. und 20. Jahrhundert eine Reihe sehr kompetenter Porzellanmalerinnen. Diese Frauen hatten ein besonderes Talent dafür, elegant und präzise auf der von den Künstlern geformten Keramik zu malen. Die Porzellanmalerinnen sorgten für das i-Tüpfelchen in der Produktion und verliehen der Keramik aus der alten Kähler-Werkstatt ein einzigartiges Finish.


Signe Steffensen

Signe Steffensen arbeitete bis 1934 als Malerin bei Kähler, hierunter einige Zeit als Leiterin der Malerwerkstatt. Sie meisterte die Technik der Hörnchenmalerei, eine äußerst schwierige Dekorationstechnik. Die derart dekorierten Malhornware ist niemals identisch. Sie wurde zu einem der größten Verkaufserfolge in der Geschichte der Kähler-Werkstatt.


Stella Kähler

Stella Kähler, die Tochter Herman August Kählers, heiratete den künstlerischen Leiter der Werkstatt, Jens Thirslund. Stella Kähler widmete sich in einem eher zurückhaltenden Stil der Engobedekoration, experimentierte jedoch auch mit der roten Lüsterfarbe. Eines dieser Werke wurde 1914 vom Nationalmuseum in Stockholm erworben.


Tulle Emborg

Tulle Emborg arbeitete in den 1930er Jahren in der Kähler-Werkstatt und entwickelte ihren völlig eigenen Stil, sowohl im Bereich der Hörnchenmalerei als auch in Bezug auf die Nass-in-Nass-Technik. Sie verwendete sehr fantasievoll Löffel und Schüttelbewegungen, damit die Farben ineinander fließen konnten. Ihre enge Zusammenarbeit mit Nils Kähler erinnert an die alten Kähler-Arbeiten, die klassische Töpferei. Diese Arbeiten wurden ein großer Verkaufserfolg.